Auswahl des Sommerbuchclubs: historische Belletristik

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Historische Romane bieten sowohl Flucht als auch Realismus. Sie versetzen uns in eine andere Zeit und an einen anderen Ort – und doch sind diese Zeit und dieser Ort typischerweise von Krieg oder anderen Nöten geprägt. Sechs neue und kommende historische Romane führen die Leser durch das Europa des Zweiten Weltkriegs, in Geschichten, die sowohl die Gräueltaten dieses Konflikts als auch die Widerstandsfähigkeit der Menschen hervorheben.

„The Crimson Thread“ von Kate Forsyth

Inspiriert von einem Großonkel, der für den kretischen Widerstand kämpfte, erzählt Forsyth die düstere Geschichte der jungen Alenka Klothakis, die ihr Leben riskiert, um deutsche Invasoren zu untergraben. Vor dem Hintergrund eines gescheiterten Versuchs der Alliierten, die Nazis zu vertreiben, beinhaltet die Geschichte alliierte Soldaten, die zurückbleiben, um dem Widerstand zu helfen. Zwei dieser Soldaten wetteifern um Alenkas Zuneigung und schaffen ein Liebesdreieck, in dem die Vornehmheit des einen Mannes gegen das Privileg des anderen antritt. Kreta spiegelt schmerzlich wider, was wir in der Ukraine sehen: „So viel Land liegt in Trümmern“, doch die Kreter bleiben trotzig. (Schwarzstein, 5. Juli)

„The Librarian Spy: A Novel of World War II“ von Madeline Martin

Widerstand und Aktivismus werden in diesem Porträt zweier Frauen lebendig neu interpretiert: Ava Harper, die in der Library of Congress arbeitete, bevor sie ins neutrale Lissabon verschifft wurde, um Dokumente und Informationen zu sammeln, entdeckt einen Code, der in einer französischen Untergrundzeitung versteckt ist. Die Widerstandskämpferin Elaine Rousseau schreibt eine geheime Botschaft, die beide Frauen zu einer gefährlichen Rettungsmission treiben wird. „Worte wie schwere Artillerie“ lautet das Credo des Romans. (Hannover Square Press, 26. Juli)

„Wo der Himmel beginnt“ von Rhys Bowen

Josie Banks, die aufs Land geschickt wurde, um sich von den Verletzungen zu erholen, die sie erlitten hatte, als ihr Haus in London bombardiert wurde, überzeugt die verbitterte, zurückgezogen lebende Frau, mit der sie jetzt zusammenlebt, eine Teestube für örtliche Flieger zu eröffnen. Was als gemütliche Geschichte voller warmer Scones und Kannen Tee beginnt, nimmt eine scharfe Wendung, als Bowen (Autor der Serien Molly Murphy und Royal Spyness) Josie in eine unvorhersehbare Welt voller Intrigen und Geheimnisse entführt. Die zuordenbare Josie nutzt ihren lange vergrabenen Mut und ihre Intelligenz, um einen Spion aufzuspüren, eine Sackgassenexistenz abzuschütteln und sich für ein Leben ohne Grenzen zu öffnen. (Lake Union, 2. August)

‘DR. B.“, von Daniel Birnbaum

Aus dem Schwedischen übersetzt, vermischt dieser atmosphärische Roman Fakten und Fiktion, um eine spannende Geschichte von Spionen und Flüchtlingen zu erzählen. Es ist vom Großvater des Autors inspiriert, der Deutschland verließ, nachdem ihm wegen seiner jüdischen Herkunft verboten wurde, für die Zeitungen dieses Landes zu schreiben. Als Flüchtling in Stockholm schreibt Immanuel Birnbaum Artikel unter dem Namen Dr. B. und arbeitet für einen deutschen Verlag, der vor der Zensur nach Schweden ausgewandert ist. Als Birnbaum in eine gefährliche Verschwörung verwickelt wird, um den Fluss schwedischen Eisenerzes nach Deutschland zu stoppen, dreht sich der Roman in Thriller-Territorium. Dieses lebhafte Porträt der Kriegszeit im neutralen Stockholm, bekannt als das nordische Casablanca, zeigt eine lebhafte Stadt voller Spione, Intellektueller und Flüchtlinge. Sein Glanz wird jedoch durch den wachsenden Antisemitismus getrübt, der in einem sogenannten neutralen Land gedieh. (Harper, 24. Mai)

„Daughters of the Occupation: A Novel of World War II“ von Shelly Sanders

Der Titel dieses eindringlichen Romans bezieht sich nicht nur auf die Opfer des Holocaust in Lettland, sondern auch auf ihre Nachkommen, die das Trauma ihrer Vorfahren tragen. Sanders erzählt diese Geschichte anhand von drei Frauen: Miriam Talan, die das Massaker im Rumbula-Wald überlebte, das etwa 25.000 Juden das Leben kostete; ihre Tochter Ilana, die sie aufgab, um sie aus den Internierungslagern zu retten, und Sarah, Miriams amerikanische Enkelin, die in den 1970er Jahren ihr Leben riskiert und ins sowjetisch kontrollierte Lettland reist, um die Wahrheit über die Kriegsvergangenheit ihrer Familie herauszufinden. (Harper, 3. Mai)

„Kleine Trotzakte: Ein Roman über den Zweiten Weltkrieg und Paris“ von Michelle Wright

In dieser Coming-of-Age-Geschichte vollführen zwei junge Frauen, darunter eine Jüdin, nach der deutschen Besetzung von Paris mutige Ausflüchte. Aline Hirsch setzt auf Gewalttaten, um die Besatzer von Paris zu verunsichern. Lucie Blackburn wählt das, was sie „heimliche Subversivität“ nennt, erstellt Flyer, überbringt Botschaften und hilft später dabei, jüdische Babys vor den Nazis zu verstecken. Der Roman beleuchtet den Schaden, der von der kollaborierenden französischen Regierung angerichtet wurde, die die zunehmenden Angriffe der Nazis auf französische Bürger ignorierte, und die Landesverräter, die ihre jüdischen Nachbarn denunzierten und ihr Eigentum stahlen. (William Morrow, 19. Juli)

Carol Memmott ist Schriftstellerin in Austin.

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