Marta Los Angeles präsentiert „White Horses“ von Ross Hansen

Die Ausstellung Marta Los Angeles zollt New Mexico Tribut

„Tino’s White Horses“ des Bildhauers und Designers Ross Hansen im Marta Los Angeles (bis 6. August 2022) erkundet die Wüstenlandschaften von Ojo Caliente, New Mexico

Als ausgebildeter Landschaftsarchitekt würde man erwarten, dass das Werk des Bildhauers und Designers Ross Hansen etwas mit der Natur zu tun hat. Dies könnte in Hansens neuester Ausstellung „Tino’s White Horses“, die in der Designgalerie Marta Los Angeles gezeigt wird – seine erste Einzelausstellung in seiner Wahlheimatstadt – nicht zutreffender klingen.

Marta Los Angeles präsentiert „Tino’s White Horses“ von Ross Hansen

Da Ross Hansen zwischen Kalifornien und New Mexico lebt, sind seine neuesten Stücke von den pferdeartigen Nachbarn inspiriert, die in der abgelegenen Wüstenlandschaft des letzteren leben. Die funktionalen Stücke, die von Sitzgelegenheiten, Beleuchtung, Möbeln und Gefäßen reichen, beziehen sich speziell auf die nicht rechtsfähige Gemeinde Ojo Caliente, die vor allem für ihre charakteristischen geologischen Formationen und ihre heißen Mineralquellen bekannt ist. Nach der Tradition der Tewa (eine Gruppe von Pueblo-Stämmen, die in New Mexico beheimatet sind) bieten die Becken Zugang zur Unterwelt und schweben so mythisch zwischen Diesseits und Jenseits.

Eine solche Dualität ist auch in Hansens neuen Stücken vorhanden, die biomorphe und architektonische Formen und Möbeltypologien ausdrucksstark mit einer exquisit flüchtigen Materialität verschmelzen, die sich aus seiner Verwendung von Epoxidharz, Kunstlederpolstern und genähter Hanffaser ergibt. Die Sammlung erinnert sowohl an die natürliche als auch an die spirituelle Welt und ähnelt fast einer weiterentwickelten Spezies, die in einem neuen Reich lebt.

„Wir kennen und bewundern die Arbeit von Ross, seit wir das erste Mal über Volume, die langjährige Chicagoer Galerie, die Hansen hier in den USA vertritt, auf einige seiner Stücke gestoßen sind. Kurz nachdem wir Marta im Jahr 2019 eröffnet hatten und erfuhren, dass sich Hansens Live-/Work-Studio gleich um die Ecke im Bekleidungsviertel von Los Angeles befand, luden wir Ross ein, an dem mittlerweile bahnbrechenden „Under / Over“ (aka Die TP Holder Show) bei Marta“, sagt der Mitbegründer der Galerie, Benjamin Critton.

„Eine kleine Folgeaktion im Back-of-House der Galerie kombinierte eine Konsole von Hansen mit mehreren Gemälden des LA-Künstlers Joey Cocciardi, die sich einige Jahre zuvor an der Cranbrook Academy of Art kurzzeitig überschnitten hatten.“

Er fährt fort: „Die neuen Arbeiten in „White Horses“ bewegen sich nicht nur in neuartigen Materialgrenzen, sondern sind auch klanglich und thematisch durch ihre Beziehung zum neu entdeckten saisonalen Gehöft des Künstlers außerhalb von Ojo Caliente, New Mexico, miteinander verbunden. Die teilweise Verbindung mit der Wüstenlandschaft des Südwestens der USA hat den Werken einen Naturalismus und in einigen Fällen einen Biomorphismus verliehen, der sich besonders aufregend anfühlt, da er sich sowohl auf die bestehende Praxis des Künstlers als auch auf die allgemeine Landschaft zeitgenössischer funktionaler Kunstwerke bezieht.

Während es Anspielungen auf bereits existierende Designstile gibt – ein übergreifendes „Under Lamp“ zum Beispiel ist eindeutig von italienischer modernistischer Beleuchtung inspiriert –, ist ein Großteil von Hansens Lexikon ganz sein eigenes. Seine harzbeschichteten Hanfkörbe, die in ihrer elementaren Form fast hufartig sind, platzen wie eine Gruppe von Sukkulenten aus dem Boden, während der eher monolithische niedrige Tisch aus Holz und Epoxidharz und der ätherische drapierte Raumteiler „Filter A“ aus Harz und Polyestergewebe / Jede Lampe vermittelt ihre eigene, einzigartige Haptik.

„Hansens Arbeiten aus keramischem Epoxidharz haben schon immer eine Reihe verschiedener Paletten angesprochen, teilweise aufgrund ihrer raffinierten Materialität“, schließt Critton. „Auf den ersten Blick wirken die Arbeiten oft wie Naturstein und Marmor. Bei näherer Betrachtung wird jedoch deutlich, dass die Stücke und ihre Verarbeitung stattdessen gängige Baumaterialien nachahmen, die selbst versucht haben, Stein zu imitieren, wie Resopal, Linoleum; die Darstellung einer Darstellung eines natürlichen Materials.’ §

.

Leave a Reply

Your email address will not be published.